Die Tragfähigkeit eines Schraubfundaments ist kein fester Wert, der auf der Schraube steht. Sie ergibt sich aus dem Boden um und unter dem Gewinde, aus Länge und Rohrdurchmesser, den Frostverhältnissen und der Lastrichtung: Druck, Zug oder seitlich. Das Eindrehmoment ist auf der Baustelle ein brauchbarer Anhaltspunkt, belastbare Werte liefern aber nur Herstellerdaten für Ihren Boden oder ein Belastungstest vor Ort.
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Muster anfordern →Viele Kunden fragen nach einer einzigen Zahl: Wie hoch ist die Tragfähigkeit eines Schraubfundaments? Ehrlich gesagt hat eine Schraube für sich allein keine Tragfähigkeit. Schraube und Boden wirken als ein System, und dieselbe Schraube kann auf zwei Grundstücken in derselben Straße sehr unterschiedlich belastbar sein. Dieser Ratgeber erklärt, was die Tragfähigkeit bestimmt, wie man die Anzeichen auf der Baustelle deutet und wann ein Test oder ein Statiker nötig ist.
Zur Wahl von Länge und Durchmesser Schritt für Schritt: Schraubfundament für die Terrasse: Länge und Durchmesser. Zum Vergleich mit Beton: Schraubfundament oder Betonfundament.
Wie ein Schraubfundament Last abträgt
Ein Schraubfundament ist ein verzinktes Stahlrohr mit Schraubgewinde. Es trägt Last auf zwei Wegen ab:
- Lastabtrag über das Gewinde. Die Wendel drückt gegen den Boden um und unter sich, wie ein kleines Fundament in der Tiefe.
- Mantelreibung am Rohr. Der verdichtete Boden rund um das Rohr bringt über die Länge zusätzlichen Widerstand.
Beides hängt davon ab, wie fest der Boden dort ist, wo die Schraube endet, nicht an der Oberfläche.
Tragfähigkeit Schraubfundament: die fünf Einflussgrößen
1. Bodenart und Lagerungsdichte. Der wichtigste Einzelfaktor. Dicht gelagerter Sand, Kies und steifer Ton bieten guten Widerstand, locker gelagerter Sand, weicher Ton, Torf und frische Auffüllung deutlich weniger. Grundwasser im Bereich des Gewindes schwächt die meisten Böden.
2. Länge. Die Länge zählt, weil sie bestimmt, in welcher Bodenschicht das Gewinde sitzt. Mehr Länge hilft nur, wenn sie festeren Boden erreicht. Eine längere Schraube, die in derselben weichen Schicht endet, bringt wenig.
3. Rohrdurchmesser, Wandstärke und Gewinde. Ein größerer Durchmesser aktiviert mehr Boden und nimmt seitliche Lasten besser auf. Eine dickere Wand widersteht Biegung und Verdrehung, beim Eindrehen wie im Gebrauch. Die Wendel und ihre Schweißnaht leiten die Last in den Boden. Das Fastshifter-Sortiment umfasst Durchmesser von 68, 76, 81, 89 und 101 mm mit Wandstärken von 1,8 bis 3,5 mm; mehrere Größen der Typen M und U gibt es als EXTRA-Ausführung mit verstärktem Kopfbereich und längerer Schweißnaht am Gewinde. Größer ist nicht automatisch besser; die richtige Größe hängt von Boden und Last ab.
4. Frosttiefe. In kalten Regionen dehnt sich gefrierender Boden aus, kann das Rohr greifen und anheben. Das Gewinde muss unterhalb der Frostzone verankert sein, damit es diesem Frosthub standhält. Auf eine Tragfähigkeit, die innerhalb der Frostzone ermittelt wurde, ist im Winter kein Verlass.
5. Lastrichtung. Eine Schraube nimmt drei Arten von Lasten auf, und sie sind nicht gleichwertig:
- Druck (nach unten): Eigengewicht der Terrasse, Personen, Möbel, Schnee.
- Zug (Herausziehen): Wind an Überdachungen, Pergolen, Sichtschutz und Zäunen. Meist die schwächere Richtung.
- Horizontal (seitlich): Wind an hohen Pfosten, Hanglagen, aufgeständerte Terrassen. Diese Lasten nehmen vor allem der obere Boden und die Steifigkeit des Rohrs auf; lockerer Oberboden und ein langer freier Überstand über Gelände verringern die Tragfähigkeit.
Eine bodennahe Terrasse ist überwiegend auf Druck belastet. Bei einer Pergola oder einem Carport können Zug- und Horizontallasten maßgebend sein.
Was in verschiedenen Böden zu erwarten ist
Die Tabelle ist qualitativ. Sie zeigt, worauf zu achten ist, nicht, was eine Schraube trägt.
| Boden | Was zu erwarten ist | Was zu prüfen ist |
|---|---|---|
| Dichter Sand, Kies | Guter Widerstand, sobald die Schraube sitzt | Steine, die blockieren; senkrecht eindrehen |
| Steifer Ton | Guter Widerstand bei trockenen Verhältnissen | Schrumpfen und Quellen je nach Jahreszeit; Grundwasserstand |
| Lockerer Sand | Geringerer Widerstand, vor allem seitlich | Eindrehmoment in Endtiefe; längere Schraube oder Verlängerung |
| Weicher Ton, Schluff | Geringer Widerstand nahe der Oberfläche | Tiefe der festeren Schicht; Verlängerung; Statiker |
| Auffüllung | Von Stelle zu Stelle unberechenbar | Mehrere Positionen testen; Mächtigkeit der Auffüllung |
| Torf, staunasser Boden | Sehr geringer Widerstand nahe der Oberfläche | Statiker und Baugrunduntersuchung vor der Planung |
| Fels, alte Fundamente | Schraube lässt sich womöglich nicht eindrehen | Vorher sondieren; Vorbohrung oder andere Gründung |
Das Eindrehmoment als Anhaltspunkt
Das Drehmoment beim Eindrehen verrät etwas über den Boden, durch den das Gewinde gerade läuft. Auf der Baustelle ist es das praktischste Signal:
- Steigendes, gleichmäßiges Moment kurz vor der Endtiefe spricht meist für festen Boden am Gewinde.
- Niedriges Moment in Endtiefe deutet auf weichen Boden hin: eine längere Schraube oder eine Verlängerung erwägen.
- Ein plötzlicher Abfall kann auf einen Hohlraum, eine weiche Schicht oder einen beiseitegedrückten Stein hindeuten.
- Große Unterschiede zwischen den Positionen zeigen wechselnden Boden. Jeden Bereich gesondert betrachten.
Das Eindrehmoment ist ein Anhaltspunkt, kein Bemessungswert. Um daraus eine Last abzuleiten, braucht es eine Korrelation für diesen Schraubentyp in diesem Boden, und genau die liefern Herstellerdaten oder ein Test.
Wann ein Belastungstest oder ein Statiker nötig ist
Bei einem Zugversuch oder Belastungstest wird eine gesetzte Schraube mit einer gemessenen Kraft belastet, meist mit einer Hydraulikpresse, und die Verschiebung aufgezeichnet. So ersetzen Messwerte für Ihr Grundstück die Annahmen. Einen Test oder eine statische Prüfung einplanen, wenn:
- das Projekt groß ist oder ein Versagen teuer würde;
- der Boden aus Auffüllung, Torf oder weichem Ton besteht oder staunass ist;
- die Eindrehmomente niedrig oder uneinheitlich sind;
- die Konstruktion nennenswerte Zug- oder Horizontallasten aufnehmen muss: Überdachungen, Carports, hohe Sichtschutzwände, Whirlpools auf aufgeständerten Terrassen;
- örtliche Vorschriften eine Fundamentbemessung verlangen.
Für eine übliche bodennahe Terrasse auf festem Boden genügen meist Probeschrauben an einigen Stellen und gleichmäßige Eindrehmomente, um die Planung zu bestätigen.
So kommen Sie zu Lastwerten für Ihr Projekt
Fragen Sie nach Tragfähigkeitsdaten passend zu Ihrem Boden, nicht nach einer einzelnen Werbezahl. Nennen Sie uns Bodenart, Frosttiefe, Konstruktion und Lastrichtung sowie die Schraubentypen, die Sie in Betracht ziehen, etwa das 68 × 1400 mm M EXTRA, das 76 × 1600 mm M18 oder das 89 × 1200 mm N. Fordern Sie Muster an, um eigene Probeschrauben zu setzen, oder schreiben Sie an info@fastshifter.com.
Weiterlesen: Warum die Unterkonstruktion wichtiger ist als die Dielen.
Häufige Fragen
Wie viel Gewicht hält ein Schraubfundament?
Eine seriöse Pauschalzahl gibt es nicht. Dieselbe Schraube trägt in dichtem Kies ganz anders als in weichem Ton. Maßgeblich sind Herstellerdaten für Ihren Bodentyp oder ein Belastungstest vor Ort; schwerere oder ungewöhnliche Konstruktionen sollte ein Statiker prüfen.
Ist die Zugtragfähigkeit gleich der Drucktragfähigkeit?
Nein. Unter Druck stützt sich das Gewinde auf den Boden darunter ab; bei Zug muss es den Boden darüber mitnehmen. Zug ist meist die schwächere Richtung, und er ist maßgebend bei Pergolen, Überdachungen, Zäunen und allem, was der Wind anheben kann.
Verrät das Eindrehmoment die Tragfähigkeit?
Es ist ein guter Anhaltspunkt, aber kein Nachweis. Ein höheres, gleichmäßiges Moment kurz vor der Endtiefe spricht meist für festen Boden am Gewinde. Ein plötzlicher Abfall oder sehr niedrige Werte sind ein Warnsignal. Um daraus eine Last abzuleiten, braucht es eine Korrelation für diesen Schraubentyp und Boden oder einen Test.
Wann ist ein Zugversuch oder Belastungstest sinnvoll?
Bei größeren Projekten, bei unbekannter Auffüllung oder weichem Boden, bei niedrigen oder schwankenden Eindrehmomenten und bei Konstruktionen mit nennenswerten Zug- oder Horizontallasten wie Überdachungen, Carports oder hohen Sichtschutzwänden.
Trägt ein längeres Schraubfundament immer mehr?
Nur wenn die zusätzliche Länge tragfähigeren Boden erreicht. Eine längere Schraube, die in derselben weichen Schicht endet, bringt wenig. Ziel ist, das Gewinde in festem Boden und unterhalb der Frostzone zu verankern.



