Wo man nicht graben kann oder darf, wird die Terrasse auf der Oberfläche gebaut. Einen festen, ebenen, gut drainierenden Untergrund vorbereiten, an jedem Auflagerpunkt einen Fastshifter Block setzen, ein verstellbares FT-Stelzlager mittig einsetzen und die Höhe einstellen. Jeder Block wiegt etwa 1 kg und trägt bis zu 800 kg. Nicht geeignet für weichen Boden, steile Hänge oder windexponierte Terrassen ohne zusätzliche Befestigung.
Die meisten Terrassen beginnen mit einem Loch: einem Fundament, einem Pfahl, einem Pfosten. Manchmal ist genau dieses Loch das Einzige, was man nicht machen kann. Dann liegt die Lösung darin, das Fundament auf den Boden zu setzen statt hinein, und diesen Boden richtig vorzubereiten.
Wann Graben nicht in Frage kommt
Über erdverlegten Leitungen. Entwässerungsleitungen, Wasserleitungen, Gas- und Stromkabel verlaufen oft genau dort, wo der Kunde seine Terrasse haben will. Daneben einen Pfahl einzudrehen oder ein Fundament auszuheben ist ein echtes Risiko. Ein aufgelegter Unterbau bringt nichts in den Boden. Leitungen trotzdem vorher orten und Auflager von Revisionsschächten fernhalten.
Mietgrund und temporäre Nutzung. Mieter, Ferienunterkünfte, Restaurantterrassen und Veranstaltungsflächen dürfen den Boden oft nicht verändern. Ein Unterbau, der sich abheben lässt und keine Spuren hinterlässt, löst die vertragliche Frage gleich mit der technischen.
Archäologische Flächen und Denkmalschutz. Auf geschütztem Gelände kann jeder Eingriff unter die Oberfläche genehmigungspflichtig sein. Ein Aufbau auf der Oberfläche verringert den Eingriff, macht die Nachfrage aber nicht automatisch überflüssig. Vor der Bestellung klären.
Wurzelbereich von Bäumen. Fundamente in der Nähe eines alten Baums zu graben, kappt Wurzeln und kann dem Baum schaden. Ein Aufbau auf der Oberfläche vermeidet das Kappen, doch Verdichtung und eine geschlossene Fläche wirken trotzdem auf die Wurzeln. Den Aufbau offen halten und einen Baumpfleger fragen, wenn der Baum geschützt oder wertvoll ist.
Verdichteter Schotter und alte befestigte Flächen. Ein Schotterhof oder eine alte Zufahrt ist schon ein ordentlicher Untergrund, aber eine Schraube lässt sich nicht hindurchdrehen, und ein Fundament heißt Aufbrechen. Hier ist ein aufgelegter Unterbau oft schlicht der schnellste Weg.
So wird das Block-System aufgebaut
Der Fastshifter Block ist eine Eigenentwicklung: ein gegossener Fundamentblock aus einem Stück, gemacht für Terrassen und nicht aus einem anderen Gewerk entlehnt.
- Block setzen auf dem vorbereiteten Untergrund an jedem Auflagerpunkt. Kein Aushub. Er wiegt etwa 1 kg, eine Person trägt also einen ganzen Stapel.
- Ein verstellbares FT-Stelzlager in die mittige Aufnahme setzen, damit jedes Auflager zentriert auf seinem Block steht.
- Höhe einstellen durch Drehen des Stelzlagers. FT-Stelzlager für Lagerhölzer reichen von 10 mm (FT0) bis 302 mm (FT6), und eine Verlängerung um 100 mm bringt zusätzliche Höhe.
- Lagerhölzer auflegen und die Höhe von oben fein nachjustieren.
Jeder Block trägt bis zu 800 kg (geprüft), genauso viel wie die FT-Stelzlager. Die Blöcke lassen sich für den Transport ineinanderstapeln, das hält die Paletten kompakt. Eine Produktseite für den Block gibt es noch nicht; siehe die Produktübersicht oder einfach bei uns nachfragen.
Untergrund vorbereiten
Der Block verteilt die Last. Einen schlechten Untergrund kann er nicht reparieren. Die Vorbereitung folgt der üblichen Praxis im Pflasterbau:
- Bewuchs und humosen Oberboden abtragen unter der Terrassenfläche. Gras und Humus verrotten, setzen sich und halten Wasser.
- Planum ebnen und verdichten. Weiche Stellen, die man jetzt findet, sind billig zu beheben.
- Ein Geotextil verlegen, um Unkraut zu bremsen und das Tragschichtmaterial vom Boden darunter zu trennen.
- Verdichtetes Schüttgut einbauen, etwa Schotter.
- Ein leichtes Gefälle anlegen, damit Wasser abläuft und unter der Terrasse herausfließt, nicht zum Haus hin.
- Die Blockpositionen prüfen gegen das Lagerholzraster, bevor die Blöcke gesetzt werden.
Auf vorhandenem Schotter oder befestigten Flächen prüfen, ob der Untergrund überall fest ist. Loses Material abziehen und weiche Bereiche nachverdichten.
Wie viele Auflager?
Die Zahl der Stelzlager ergibt sich aus dem Lagerholzraster. Richtwert für FT-Stelzlager: etwa 1 pro m² bei zweilagiger Unterkonstruktion und 3–3,5 pro m² bei einlagiger. Unter jedes Stelzlager kommt ein Block. Die vollständige Rechnung steht in Wie viele Stelzlager pro m².
Ehrliche Grenzen
Ein aufgelegter Unterbau ist nicht überall die Antwort.
- Weicher, organischer oder staunasser Boden. Wenn der Boden nahe der Oberfläche keine Last tragen kann, kann es auch kein Unterbau, der darauf liegt. Ein Schraubfundament oder Fundament, das festeren Boden erreicht, ist hier das richtige Werkzeug.
- Steile Hänge. Fundamentblöcke sind für ebenes oder leicht geneigtes Gelände. Am echten Hang werden die talseitigen Auflager hoch, und die Seitenlast wächst. Schraubfundamente mit Verlängerungen verwenden.
- Windsog. Ein 1-kg-Block hält nichts fest. Die Terrasse bleibt durch ihr Eigengewicht liegen. Auf Dächern, an exponierten Küsten und bei aufgeständerten Terrassen den Windsog prüfen lassen und Ballast oder eine Befestigung ergänzen.
- Schwere Punktlasten. Whirlpools und Mauerwerk brauchen einen statischen Nachweis, unabhängig vom Unterbau.
- Frostempfindliche Böden können sich in kalten Regionen unter einem aufgelegten Unterbau heben. Eine gut drainierende Schüttung verringert das Risiko, beseitigt es aber nicht.
Ist der Untergrund eine Betonplatte, ein Dach oder ein Balkon statt Erdreich, siehe Terrasse auf Stelzlagern: Dachterrasse, Balkon und Betonplatte.
Weiterlesen: Terrassenfundament in Regionen ohne Bodenfrost.
Häufige Fragen
Kann man eine Terrasse ganz ohne gegrabene Fundamente bauen?
Ja, auf einem festen und sorgfältig vorbereiteten Untergrund. Ein Fundamentblock verteilt die Last jedes Auflagers auf den Boden, und ein verstellbares Stelzlager darauf richtet die Unterkonstruktion aus. Die Untergrundvorbereitung übernimmt die Arbeit, die sonst ein Fundament leisten würde.
Wie viel Last trägt ein Fastshifter Block?
Bis zu 800 kg pro Auflager, geprüft. Das entspricht den FT-Stelzlagern für Lagerhölzer, die darin sitzen und je bis 800 kg belastbar sind. Die tatsächliche Tragfähigkeit des Auflagers hängt auch davon ab, wie fest der Boden darunter ist.
Kann ich eine Terrasse über einen Kanal oder eine Kabeltrasse bauen?
Oft ja, weil nichts in den Boden eingreift. Auflager nicht auf Revisionsschächte stellen, darüber Revisionsöffnungen in der Terrasse lassen und beim Leitungsbetreiber nachfragen, ob es Vorgaben zur Belastung über der Leitung gibt.
Brauche ich eine Genehmigung für eine aufgelegte Terrasse an Bäumen oder auf geschütztem Gelände?
Das hängt von den örtlichen Vorschriften ab. Geschützte Bäume sowie archäologische Fundstellen oder Denkmalflächen können Auflagen unterliegen, auch wenn nichts ausgehoben wird. Vor Baubeginn bei der zuständigen Behörde nachfragen.
Kann eine Terrasse auf Blöcken wegwehen?
Eine Terrasse auf Blöcken hält durch ihr Eigengewicht. Eine bodennahe Terrasse in einem windgeschützten Garten ist meist unproblematisch, aber an exponierten Standorten, auf Dächern oder bei aufgeständerten Terrassen den Windsog prüfen und bei Bedarf Ballast oder eine Befestigung ergänzen.
Kann ich eine Terrasse auf Blöcken beim Umzug mitnehmen?
Ja. Nichts ist betoniert oder eingedreht, also lassen sich Blöcke, Stelzlager und Unterkonstruktion abbauen und wiederverwenden. Das ist ein Grund, warum es gut zu Mietgärten passt.



